Pressemeldungen

CA Dr. Hinrich Böhner

Ethische Fragen müssen beantwortet werden

(09.05.2017) Es gehört zum Alltag im Krankenhaus, dass in akuten Situationen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. So kann es beispielsweise sein, dass ein Patient über Luftnot klagt und unverzüglich mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Patiententestament kann in einem solchen Fall zum Problem werden, wenn Angehörige oder Mitarbeiter Nichteinwilligungsfähigkeit unterstellen und eine Beendigung der Maßnahme fordern.

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„Die Einschätzung der Lage, in der sich ein Patient befindet, ist nicht immer einfach“, weiß Dr. Hinrich Böhner, der in der St. Lukas Gesellschaft für das Ethik-Komitee verantwortlich zeichnet. Das bei Bedarf zusammengerufene Gremium dient dazu, auseinandergehende Auffassungen über die angemessene Behandlung von Patienten zu klären. „Akute oder kritische Situationen werden von unterschiedlicher Beteiligten manchmal verschieden wahrgenommen. Dies kann zu Missverständnissen und Konflikten führen, die aufgelöst werden müssen, damit sich die Mitarbeiter mit ganzer Kraft gemeinsam für das Wohl des Patienten einsetzen können“, betont der Chefarzt vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

Das Ethik-Komitee der St. Lukas Gesellschaft setzt sich aus leitenden Angestellten aus den Bereichen Ärzteschaft, Pflege und Seelsorge zusammen. Es gibt feste Ansprechpartner, an die sich Mitarbeiter wenden können, wenn sie mit bestimmten Maßnahmen nicht einverstanden sind. Dann wird das Problem zu einer bestimmten Fragestellung konkretisiert und bei Bedarf innerhalb von 72 Stunden im Rahmen einer eigens einberufenen Fallbesprechung thematisiert. Zu dieser moderierten Besprechung werden alle Beteiligten eingeladen. Die Moderation übernehmen jeweils ein ärztliches und ein nicht-ärztliches Mitglied des Ethik-Komitees. Dabei wird dafür gesorgt, dass die Modertoren von einem anderen Standort kommen als der Antragsteller.

„Als konfessionell gebundene Einrichtung haben wir den Anspruch unsere Patienten nicht nur fachlich optimal zu versorgen, sondern wir wollen darüber hinaus ethisch-moralisch richtige Entscheidungen sicherstellen“, erklärt Dr. Böhner. „In sehr vielen Fällen geht es in erster Linie darum, alle Beteiligten auf denselben Informationsstand zu bringen.“ Im eingangs erwähnten Fall kann der Wunsch eines zu diesem Zeitpunkt äußerungsfähigen Patienten nach Symptomlinderung eine globale Formulierung in der Patientenverfügung außer Kraft setzen, ohne dass dies für alle Umstehenden gleichermaßen erkennbar wäre.

„Allein das Schließen von Wissenslücken kann viele Konflikte entschärfen. In jedem Fall dient das Gespräch dazu, sich auf die eigenen Wertansprüche zu fokussieren und umstrittene Entscheidungen zu hinterfragen. Nicht alle Probleme können gelöst werden, aber alle Probleme werden ernst genommen und besprochen“, sagt Dr. Böhner.

Zeigt her eure Füße!

(09.05.2017) Unter der Leitung von Dr. Uwe Klapper entsteht am St. Rochus-Hospital ein zertifiziertes Fußzentrum der Maximalversorgung. Der neue orthopädische Chefarzt gehört zu den Pionieren derartiger Einrichtungen und hat im Rahmen seiner vorherigen Stellung das vierte Fußzentrum der Maximalversorgung in Deutschland aufgebaut. Dort wurden im Jahr rund 500 Operationen an Fußgelenken durchgeführt. Für seine Aufgabe am St. Rochus-Hospital hat er ein Team aus drei erfahrenen Fußchirurgen mitgebracht, mit denen er seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet.

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Patienten, die zu Dr. Klapper kommen, leiden oft über Jahre unter schweren Beschwerden an den Füßen. „Neben den weit verbreiteten Fehlstellungen im Bereich der Zehen sind darunter häufig auch gravierende krankhafte Veränderungen am Rückfuß, die niemand hinnehmen muss, weil sie heutzutage in der Regel gut behandelt werden können,“ berichtet der Leiter des Fußzentrums am St. Rochus-Hospital.

„Leider neigen die Menschen dazu, nicht über ihre Fußprobleme zu reden“, weiß der Fußchirurg aus Erfahrung. „Sie verbergen ihre Füße und versuchen, sich mit allen nur denkbaren Hilfsmitteln provisorisch selbst zu helfen. Meist geschieht dies aus zwei völlig unbegründeten Vorurteilen. Zum einen glauben viele Betroffene, ihnen könne niemand helfen. Zum anderen befürchten sie, sofort operiert zu werden.“

Ursache von Fersen- und Fußgelenkschmerzen sind in vielen Fällen lang zurück liegende Verletzungen am Sprunggelenk, die nicht ausreichend untersucht und behandelt worden sind. Derartige Verletzungen bilden Schwachstellen, die auf Dauer Verschleißerscheinungen zeitigen können. Andere Patienten haben eine starke Neigung, mit dem Fuß umzuknicken. Dadurch können Sehnen, die an der Ferse entlang laufen, beschädigt werden und sich entzünden. Darüber hinaus gibt es Verengungen, die zu schmerzhaften Nervenreizungen führen, ähnlich wie beim Karpaltunnelsyndrom an der Hand.

Im spezialisierten Fußzentrum am St. Rochus-Hospital erhalten alle Patienten, die im ambulanten Bereich nicht erfolgreich behandelt werden können, eine ihrem Problem entsprechende, umfassende Diagnostik und eine individuelle Beratung über adäquate Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten. Dabei ziehen erfahrene Fachärzte, ein qualifizierter Schuhmachermeister und spezialisierte Physiotherapeuten an einem Strang, um die beste Lösung für den Patienten zu finden. Operative Methoden stehen erst an, wenn andere Verfahren nicht mehr greifen.

Das Foto zeigt CA Dr. Thorsten Nitschke und CA Dr. Hinrich Böhner

Gefäßverkalkung

(24.04.2017) „Die Verkalkung der Blutgefäße ist eine Systemerkrankung, die viele Körperregionen in Mitleidenschaft zieht“, sagt der Kardiologe Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Die Gefahr liegt in den Risiken für gravierende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Beinverlust.“

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„Die weit vernetzten, in alle Körperregionen ziehenden Blutgefäße unterliegen genauso wie alle anderen Dinge dieser Welt Alterungsprozessen“, erläutert der Kirchlinder Gefäßchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Das muss der Arzt im Blick haben, wenn Patienten mit Beschwerden kommen, die sich akut zunächst nur durch örtlich begrenzte Symptome bemerkbar machen.“

Am Kirchlinder Krankenhaus ziehen Chirurgen, kardiologische Internisten und Radiologen deshalb an einem Strang, wenn Patienten mit arteriosklerotischen Erkrankungen stationär versorgt werden müssen. Sie nehmen eine abgestimmte, auf das ganze Gefäßsystem bezogene Perspektive bei diagnostischen, therapeutischen und präventiven Maßnahmen ein. Dafür steht ihnen ein umfassendes Spektrum hochwertiger Diagnose- und Behandlungsmethoden inklusive spezieller Ultraschallverfahren, Computertomographie und Kernspintomographie zur Verfügung.

Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass ein Kardiologe schon durch eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader einen deutlichen Hinweis erhalten kann, dass ein Herzleiden durch eine Verkalkung der Herzkranzgefäße ausgelöst sein könnte. Wird eine hochgradige Einengung der Halsschlagader festgestellt, kommt der Gefäßchirurg zum Zug, der die betroffene Arterie bei Bedarf sanieren und so einen drohenden Schlaganfall abwenden kann.

Wenn andererseits Patienten zum Beispiel unter schmerzhaften Durchblutungsstörungen in den Beinen leiden, werden sie nicht nur dort gefäßchirurgisch versorgt, sondern erhalten darüber hinaus Empfehlungen, die ein weiteres Fortschreiten der Gefäßverkalkung verhindern sollen. Solche Maßnahmen haben einen allgemeinen gefäßprotektiven Effekt, der die Betroffenen zugleich präventiv vor erhöhten Risiken für Herzinfarkt oder Schlaganfall schützt.

„Wir therapieren im Kath. Krankenhaus Dortmund-West in dem gemeinsamen Verständnis für die Tatsache, dass ein Patient mit Arterienverkalkung trotz lokal beschränkter Beschwerden unter einer den ganzen Körper betreffenden Erkrankung leidet“, betonen die Chefärzte. „Dabei arbeiten wir nie nur symptomorientiert, sondern darüber hinaus immer auch in präventive Absicht, um dem Patienten absehbare Folgeerkrankungen möglichst zu ersparen.“

Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Andrej Ring beim 17. Castroper Mamma-Meeting. Es darf im Zusammenhang mit diesser Pressemeldung frei verwendet werden.

Gynäkologische Krebsbehandlungen: Unvermeidliche Therapiefolgen müssen nicht hingenommen werden!

(11.04.2017) Trotz aller Erleichterung leiden Frauen nach einer überstandenen Krebsbehandlung oft an unvermeidlichen Therapiefolgen. Zu den häufigen Beschwerden gehören geschwollene Arme oder Beine sowie Asymmetrien der Brüste. Durch die enge Kooperation von Gynäkologen und Plastischen Chirurgen kann das St. Rochus-Hospital krebserkrankten Frauen im nahtlosen Anschluss an die Heilbehandlung korrigierende Therapien anbieten, mit denen auch diese Beschwerden überwunden werden können.

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„Probleme mit Lymphödemen in der Folge einer Brustkrebserkrankung sind zwar rückläufig, weil wir in unserem Brustzentrum mit dem sogenannten Wächterlymphknoten-Verfahren in vielen Fällen deutlich weniger radikal operieren können als früher“, erklärt der Frauenarzt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer. „Trotzdem gibt es nach wie vor fortgeschrittene Erkrankungen, bei denen eine größere Zahl von Lymphknoten entfernt werden muss. Bei Formen von Unterleibkrebs wie Gebärmutter-, Eierstock- oder Endometriumkarzinomen kommt das noch viel häufiger vor. Anschließende Chemo- oder Strahlentherapien geben zwar eine größere Sicherheit vor Rückfällen der Krebserkrankung, beeinträchtigen aber die Problematik der gestörten Lymphsituation zusätzlich. Nicht selten müssen Frauen dann in der Folge der Krebsbehandlung mit Schwierigkeiten beim Lymphabfluss in Armen oder Beinen leben.“

„Lymphgefäße sind sehr klein und schwierig zu rekonstruieren“, erläutert der Plastische Chirurg Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring. „Wir verfügen am St. Rochus-Hospital über eine hervorragende Ausstattung mit hochauflösenden Mikroskopen, die es uns erlauben, supermikrochirurgische Verfahren anzubieten. Sehr bewährt hat sich vor allem die Verpflanzung von Lymphknoten aus anderen Körperregionen. Wir können zum Beispiel entbehrliche Lymphknoten aus dem Dünndarm in die Achselhöhle oder die Leistenregion transplantieren, wo sie unter günstigen Bedingungen anwachsen und ein neues Lymphgeflecht ausbilden können. Wenn die Lymphflüssigkeit wieder abfließen kann, gehen die Schwellungen der Gliedmaßen wieder zurück.“

PD Dr. Ring berichtet darüber hinaus, dass er solche Lymphknoten-Transplantationen inzwischen in bestimmten Fällen auch in Kombination mit der Brustrekonstruktion durchführt. So kann eine operationsbedingte Asymmetrie der beiden Brüste in einem Zug mit der Verbesserung der Lymphabflusssituation behoben werden. Der Chefarzt der Plastischen Chirurgie hat seine Möglichkeiten zur Nachbehandlung von krebserkrankten Frauen Ende März auf dem 17. Castroper Mamma-Meeting den teilnehmenden niedergelassenen Ärzten vorgestellt. Betroffene Frauen sollten sich von ihrem Frauenarzt beraten lassen.

OA Dr. Thorsten König, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Konservative Versorgung von akuten und chronischen Rückenpatienten

(20.03.2017) Der Orthopäde und Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Thorsten König hat als Bereichsleiter die Verantwortung für die konservative Therapie von Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen am Kirchlinder Krankenhaus übernommen. Er begleitet Patienten im Rahmen einer Kurzzeitintervention oder einer multimodalen Schmerztherapie von der Vorbesprechung bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung.

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Die stationäre Schmerztherapie ist für Patienten vorgesehen, die nach ausgereizter ambulanter Behandlung weiterhin unter anhaltenden Rückenschmerzen leiden. Angeboten wird ein kurzstationärer Aufenthalt, bei dem die Patienten über fünf Werktage mit rückenmarksnahen und wirbelsäulennahen Infiltrationen, Rückenschule, Bewegungsbädern und Entspannungsverfahren sowie einer Strategie für den kompetenten Umgang mit dem eigenen Schmerz versorgt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer längerfristigen multimodalen Schmerztherapie, in deren Rahmen ein Team aus Orthopädie, Schmerztherapie, Physiotherapie und Psychologie unter Berücksichtigung physiologischer, psychologischer und sozialer Aspekte gemeinsam versucht, geeignete Strategien zur Verminderung und Bewältigung des Schmerzerlebens zu finden.

„Das Ziel einer Behandlung von chronischen Erkrankungen kann nicht Heilung sein, sehr wohl aber Linderung und eine verbesserte Kompetenz im Umgang mit den Beschwerden“, erläutert der Oberarzt. „Wir haben mit unseren Konzepten gute Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil die Patienten mit den Informationen, die sie erhalten, ihre Schmerzproblematik besser verstehen und weil sie von uns Konzepte an die Hand bekommen, wie sie auch nach dem stationären Aufenthalt weiter zurecht kommen können.“

Dr. König arbeitet seit acht Jahren in der Kirchlinder Klinik. Er hat sich von Anfang an mit der konservativen Orthopädie und Schmerztherapie befasst und sie im Verlauf der letzten zwei Jahre zu einem bewährten Schwerpunkt der Klinik weiterentwickelt. Er bietet eine Schmerz-Sprechstunde an, in der betroffene Patienten vorgestellt werden können.

Das Foto zeigt Chefarzt PD Dr. Andrej Ring.

Patienteninfotag im Lensing Carrée: Chirurgische Behandlung von Lymphödemen

(10.03.2017) Die Kath. St. Lukas Gesellschaft informiert gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Lymphödemtherapie am 18.03.2017 im Lensing-Carrée in der Dortmunder Innenstadt über chirurgische Möglichkeiten der Behandlung von Patientinnen, die meist in Folge einer Krebstherapie unter Lymphödemen leiden.

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Im Zuge der Etablierung der neuen Klinik für Plastische Chirurgie hat Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring den bundesweit ersten Arbeitskreis für rekonstruktive Lymphchirurgie und Supermikrochirurgie initiiert, dessen Ziel die Verbreitung und Durchsetzung neuer chirurgischer Verfahren zur Wiederherstellung eines funktionierenden Lymphabflusses aus krankhaft angeschwollenen Gliedmaßen ist.

„Es gibt viele Patientinnen, bei denen im Zuge einer radikalen Tumortherapie Lymphknoten aus der Achselhöhle oder der Leistengegend entfernt werden müssen“, erklärt PD Dr. Ring. „Diese notwendigen Eingriffe können als unerwünschten Nebeneffekt eine Lymphabflussstörung nach sich ziehen, die den betroffenen Frauen zum Teil erhebliche Beschwerden bereitet. Ergänzend zur Kompressionstherapie und der Lymphdrainage können wir diesen Patientinnen heute Verfahren zur Wiederherstellung des Lymphabflusses über das Gefäßsystem sowie die Transplantation von Lymphknoten aus anderen Regionen des Körpers anbieten.“

Neben Lymphödemen können auch sogenannte Lipödeme zum Anschwellen von Gliedmaßen führen. Dabei handelt es sich um nicht durch Diät beeinflussbare Fettverteilungsstörungen, die leider von den Krankenkassen noch nicht als Krankheit anerkannt werden. Trotzdem ist eine Behandlung möglich. Durch das Absaugen des krankhaft veränderten Fettgewebes kann betroffenen Frauen eine deutliche Linderung verschafft werden.

„In Deutschland leiden mindestens zwei Millionen Menschen unter chronischen Lymphödemen, die Zahl der an einem Lipödem Erkrankten dürfte weit höher liegen. Trotz ihrer Verbreitung werden diese Erkrankungen in unserem Gesundheitssystem nach wie vor wie Stiefkinder behandelt“, sagt Dr. Ring. Dass dies nicht so sein muss, darüber soll der Infotag im Lensing-Carrée Betroffene, Physiotherapeuten und interessierte Ärzte in Kenntnis setzen.

Das Foto zeigt Chefarzt Dr. Martin Bauer.

Vollnarkose oft überflüssig

(06.03.2017) „Regionalanästhesie hat viele Vorteile, auf die niemand verzichten sollte, wenn es nicht nötig ist“, sagt Dr. Martin Bauer, der neue Chefarzt der Anästhesiologie am St. Rochus-Hospital. „Wir setzen unter Ultraschall-Kontrolle zielgenaue lokale Betäubungen, die absolute Schmerzfreiheit sicherstellen.“

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Die Vorteile der Reginalanästhesie sind unzweifelhaft: Narkosenebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen werden deutlich reduziert. Die örtliche Betäubung hält über den Eingriff hinaus an, so dass der Patient auch danach in der Regel schmerzfrei bleibt. Die Verweildauer im Aufwachraum verkürzt sich. Der Patient kann rasch nach der Operation zurück auf die Station. Er darf früher essen, trinken und, wenn der Eingriff es zulässt, auch aufstehen.

„Den Patienten kommt es in der Regel nicht darauf an, welches Narkoseverfahren angewendet wird“, berichtet der Chefarzt. „Es geht ihnen vor allen Dingen darum, nichts von einer Operation mitzubekommen. Dafür ist aber keine Vollnarkose erforderlich. Auch bei einer örtlichen Betäubung kann der Patient auf Wunsch jederzeit in Schlaf versetzt werden.“

Die gezielte Blockade bestimmter Nerven wird auch als unterstützende Maßnahme im Rahmen von Vollnarkosen eingesetzt, um postoperativen Schmerzen und typischen Narkose-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. „Uns steht ein hochauflösendes Ultraschallgerät zur Verfügung, ein weiteres Gerät wird im Zuge der Einrichtung der neuen Operationssäle angeschafft“, erklärt Dr. Bauer. „Damit können wir alle modernen Blockade-Techniken vom Hals bis zum Fußgelenk zuverlässig und nebenwirkungsarm durchführen.“

Das Foto zeigt CA Dr. Hinrich Böhner, CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Christian Szymanski.

Darmzentrum für die umfassende viszeralmedizinische Versorgung

(13.02.2017) „Patienten mit Erkrankungen des Bauchraumes profitieren in hohem Maße von einer interdisziplinären Versorgung, bei der Internisten und Chirurgen unterstützt von einer modernen hochauflösenden radiologischen Bildgebung durch die Ärzte im MVZ von Prof. Uhlenbrock gemeinsam über die geeignete Behandlungsform entscheiden“, sagt der Gastroenterologe Chefarzt Dr. Ralf Kötter vom Darmzentrum am Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

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Vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Krankenhaus-Landschaft fällt der Kath. St. Lukas Gesellschaft heute die verantwortungsvolle Aufgabe zu, für die Menschen im Dortmunder Westen die wohnortnahe stationäre Diagnostik und Therapie bereitzustellen. „Dank der über zehnjährigen Partnerschaft zwischen der Kirchlinder Klinik und dem St. Rochus-Hospital in Castrop sind wir dafür bestens gerüstet“, stellt der Viszeralchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner fest, der die standortübergreifende operative Versorgung im Rahmen des Darmzentrums koordiniert.

„Fest etablierte Strukturen und Abläufe wie die zweimal täglichen Visiten auf den Bauchstationen oder die regelmäßigen Tumorkonferenzen stellen sowohl in Kirchlinde als auch in Castrop sicher, dass die Verantwortung für jeden einzelnen Patienten je nach Krankheitsbild gemeinsam von den zuständigen Fachärzten begutachtet und besprochen werden“, erläutert der Castroper Internist Chefarzt Dr. Christian Szymanski. Dabei wird unter anderem entschieden, unter wessen Federführung die Patienten am besten behandelt werden können und ob gegebenenfalls gemeinsam durchgeführte Maßnahmen wie laparoskopisch gestützte Endoskopien oder endoskopisch gestützte Laparoskopien durch geführt werden sollen.

Chefarzt Dr. Kötter erläutert dies an einem Beispiel: „Im März wird unter der Ägide der Felix Burda Stiftung wieder auf die hohe Bedeutung der Darmspiegelung für die Vermeidung und die Früherkennung von Darmkrebs hingewiesen. Bei dieser ambulant von niedergelassenen Ärzten durchgeführten Untersuchung kommen auch schwierige Fälle zur Polypenentfernung vor, die nur im Rahmen der erweiterten Möglichkeiten des Darmzentrums behandelt werden können. Durch unsere eingespielte Kooperation sind wir in der Lage selbst äußerst komplizierte Fälle zu versorgen. Dabei kann der Chirurg den Internisten bei der endoskopischen Polypenabtragung unterstützen, indem er den Darm im Zuge einer Bauchspiegelung verlagert. Darüber hinaus kann er eingreifen, um mögliche Verletzungen unmittelbar zu versorgen.“

„Auch die Abklärung von Leber- und Gallengangserkrankungen bei Gallenblasenentzündungen, Gallengangsteinen oder bei gut- und bösartigen Leberveränderungen profitiert ungemein, wenn die Disziplinen ihre jeweiligen Kompetenzen gemeinsam einbringen“, ergänzt Dr. Szymanski. „Gerade bei Gallensteinen ist die Abstimmung in der zweimal täglichen Bauchvisite ein großer Vorteil, weil sie eine Zweitbesprechung nach der gemeinsam angeforderten Diagnostik noch am selben Tag erlaubt.“

Das Bild zeigt CA Dr. Hinrich Böhner, CA Dr. Ralf Kötter und CA Dr. Christian Szymanski.

Das Foto zeigt Prof. Dr. Sevim Çelik, Dr. Nurten Taşdemir und Dr. Zuhal Kunduracilar, der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Hinrich Böhner (li.) und Pflegedirektor Stefan Cichon (3. v. li.).

Besuch aus der Türkei

(03.02.2017) Pflegewissenschaftler und Physiotherapeuten der Bülent Ecevit Universität für Gesundheitswissenschaften haben sich von Ärzten und Mitarbeitern bei einem Rundgang durch das St. Rochus-Hospital über die Versorgungssituation und die Ausbildung von Fachkräften informiert.

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Der stellvertretende Ärztliche Direktor Chefarzt Dr. Hinrich Böhner betonte bei der Begrüßung der hochrangigen Delegation aus Zonguldak, der türkischen Partnerstadt von Castrop-Rauxel, das große Interesse der St. Lukas Gesellschaft an internationalen Kontakten und drückte seine Freude darüber aus, dass die Gäste vom Bosporus das St. Rochus-Hospital für ihre Erkundungen ausgewählt haben.

Die Dekanin der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Sevim Çelik, und ihre Kolleginnen zeigten sich beeindruckt von den modernen Versorgungsstrukturen des Hauses. Sie ließen sich ausführlich das Konzept der zentralen Notaufnahme und die intensiv-medizinische Versorgung erläutern. Große Aufmerksamkeit fand auch das Gesundheitszentrum. Der Rundgang über die Stationen schloss darüber hinaus einen Abstecher in das radiologische MVZ am Krankenhaus ein.

Bild: Das Foto zeigt Prof. Dr. Sevim Çelik, Dr. Nurten Taşdemir und Dr. Zuhal Kunduracilar (die drei Damen im Vordergrund) in Begleitung von führenden Mitarbeitern des St. Rochus-Hospitals bei der Besichtigung der Zentralen Notaufnahme. Darunter der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Hinrich Böhner (li.) und Pflegedirektor Stefan Cichon (3. v. li.).

Chefarzt Dr. Hinrich Böhner,

Folgenschwerer Stau in den Blutgefäßen der Beine

(30.01.2017) Die Verschlusserkrankung der Beine ist eine häufig unterschätzte Erkrankung, die bei Fortschreiten zur Einschränkung der Gehstrecke oder gar zu Extremitätenverlust führen kann. Die Gefäßspezialisten der beiden Castrop-Rauxeler Krankenhäuser, die Chefärzte Dr. Hinrich Böhner und Dr. Jürgen Jahn, und informieren am 02.02.2017 ab 18 Uhr in den Konferenzräumen des St. Rochus-Hospitals über die weit verbreitete Volkserkrankung.

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„Ursache der Durchblutungsstörung ist die Verkalkung der Schlagadern, die sich bei jedem sechsten Bürger im Laufe des Lebens einstellt und mit zunehmendem Alter voranschreitet“, sagt der Dr. Böhner. „Besonders betroffen sind Raucher mit gesundheitsgefährdenden Werten beim Blutzucker, bei den Blutfetten oder beim Blutdruck."

Die Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit erfordert ein schlüssiges Gesamtkonzept, das mit dem Patienten und verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abgestimmt werden sollte“, erläutert der Gefäßspezialist. „Eine Heilung ist nicht möglich, aber die Verschlechterung der Situation kann erheblich hinausgezögert werden. Ziel ist immer der Beinerhalt, die Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.

"Wir wollen darüber informieren, worauf Betroffene achten müssen und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und interessante Gespräche", sagt Dr. Böhner.