Pressemeldungen

Rosemarie Liedschulte

Neue Patientenfürsprecherin

(9.8.2017) Kritik, Anregungen oder Lob von Patienten sind wertvolle Rückmeldungen, auf die keine Klinik verzichten kann, die Wert auf einen partnerschaftlichen und vertrauensvollen Umgang mit ihren Patienten legt. Das St.-Josefs-Hospital bietet eine Reihe von Möglichkeiten, Unmut oder Begeisterung zu äußern. Neben dem Briefkasten für Patienten und den regelmäßigen Patientenbefragungen steht dafür die Patientenfürsprecherin zur Verfügung.

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Dieses unabhängige Ehrenamt vertritt seit nunmehr einem halben Jahr Rosemarie Liedschulte. Die Hörder Mitbürgerin hat sich 30 Jahre im Rat der Stadt Dortmund engagiert und ist heute stellvertretende Vorsitzende im Seniorenbeirat. Patienten und Angehörige können sie jeden Dienstag in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Zentralen Aufnahme und Diagnoseabteilung (ZAD) für ein persönliches und vertrauliches Gespräch antreffen. Der Kontakt kann auch über die Stationen oder per E-Mail (patientenfuersprecher.sjh@lukas-gesellschaft.de) hergestellt werden. Der Briefkasten von Frau Liedschulte befindet sich im Empfangsbereich des Krankenhauses.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, zuzuhören und mich der Probleme von Patienten und ihrer Angehörigen anzunehmen, die sie im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bedrücken“, sagt Frau Liedschulte. „Oft geht es dabei erst einmal darum, die Situation zu klären und ein Gespräch mit den Betroffenen zu vermitteln. Jedes Problem wird ernst genommen und wir versuchen, gemeinsam eine für alle Seiten angemessene Lösung zu finden.“

Prof. Dr. Heiner Wolters

Regionale Selbsthilfegruppe am Dortmunder Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital gegründet

(10.07.2017) Anfang Juli hat der Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) zur Gründungsveranstaltung für die Regionalgruppe Südwestfalen eingeladen. Die Chefärzte Prof. Dr. Heiner Wolters und Privatdozent Dr. Christian Teschendorf präsentierten den Teilnehmern in diesem Rahmen das zertifizierte Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital.

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Anlass der Veranstaltung war der Wunsch, die Selbstorganisation der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen im östlichen Ruhrgebiet zu stärken. Obwohl hier im letzten Jahr rund 200 Betroffene operiert worden sind, verzeichnet die bundesweit über 1200 Mitglieder zählende Selbsthilfegruppe nur 20 Mitglieder in der Region. Dabei benötigen gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eine intensive Betreuung, denn sie müssen deutliche Einschränkungen hinnehmen. Das Organ hat wichtige Aufgaben im Körper zu erfüllen. Einerseits werden dort Verdauungsenzyme bereitgestellt und bei Bedarf in den Dünndarm eingeleitet. Darüber hinaus produziert die Bauchspeicheldrüse aber auch Hormone wie zum Beispiel Insulin, die für die Regulation des Stoffwechsels und insbesondere des Blutzuckerspiegels unverzichtbar sind.

Priv.-Doz. Dr. Teschendorf stellte in seinem Vortrag heraus, dass Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen über die akute Behandlung hinaus eine Rundum-Versorgung benötigen, die neben der detaillierten Ursachensuche und der zielgerichteten, individuell abgestimmten Therapie mit hochauflösenden spezialisierten Video-Endoskopieverfahren Unterstützung für den Umgang mit der Erkrankung bietet. Denn eine geschädigte Bauchspeicheldrüse regeneriert nicht. Das heißt, die Krankheitssymptome können zwar behandelt werden, aber verlorene Funktionen können nicht wiederhergestellt werden.

Prof. Dr. Wolters erläuterte die Operationsverfahren, die bei den Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse zur Verfügung stehen. Dabei legte er ein besonderes Augenmerk auf die schonenden, minimal-invasiven Verfahren. Im zertifizierten Pankreaszentrum wird eine große Zahl von Patienten mit Pankreastumoren operiert und onkologisch versorgt. Die Heilungschancen sind bei dieser Krebsart leider begrenzt. Sie steigen, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und durch erfahrene Operateure behandelt wird. In jedem Fall können spezialisierte Chirurgen und Internisten mit ihren Methoden den Patienten Erleichterung verschaffen und ihre Lebensqualität verbessern.

In großen Versorgungszentren wie dem Pankreaszentrum am St.-Josefs-Hospital steht den Patienten ein interdisziplinär aufgestelltes Expertenteam zur Verfügung, das in gemeinsamer Abstimmung eine optimale Therapiestrategie verfolgt. Zugleich finden die Patienten einen direkten Zugang für begleitende und anschließende Maßnahmen wie Chemotherapien, Diabetesberatung oder Anschlussheilbehandlungen. Die Selbsthilfegruppe AdP wird künftig regelmäßig Informationsveranstaltungen am Dortmunder Pankreaszentrum organisieren. Damit hat sich das St.-Josefs-Hospital als erste Anlaufstelle im östlichen Ruhrgebiet positioniert, wo Patienten mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner für ihre Probleme finden.

OA Dr. Klaus Kösters

Blackouts haben eine Ursache – man sollte wissen welche!

(06.06.2017) Plötzliche kurzzeitige Ohnmachtsanfälle werden gerade bei jungen Menschen leicht als vorübergehender Kreislaufkollaps abgetan. Doch ganz so harmlos ist die Sache nicht. Die Durchblutungsstörung im Gehirn kommt nicht von ungefähr, auch wenn die Ursache nicht immer leicht festzustellen ist.

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„Wenn keine Erklärung auf der Hand liegt, der Patient sich ansonsten eigentlich gesund fühlt und selbst im Langzeit-EKG keine Unregelmäßigkeiten registriert werden, kann dennoch eine Herzrhythmusstörung vorliegen“, erklärt der Kardiologe Oberarzt Dr. Klaus Kösters vom St. Rochus-Hospital. Als Beispiel nennt er junge Patienten, die ab und zu ohne erkennbaren Grund umkippen, weil sie zu schnelle Herzschläge haben, die niemand erkennt.

„Für solche Fälle verfügen wir über spezielle Diagnoseverfahren“, berichtet Dr. Kösters. „Wir können beispielsweise einen Eventrekorder anbieten. Das ist ein kleines Gerät, das in einem kleinen ambulanten Eingriff unter die Haut geschoben wird. Es verfügt über Elektroden, die die Herzfunktion überwachen. Sobald ein ungewöhnliches Ereignis auftritt, registriert das Gerät dies und speichert den Verlauf der Herztätigkeit ab.“

Krankheiten sind nicht immer von anhaltenden Beschwerden begleitet. Umgekehrt gilt aber auch, dass nicht alle subjektiv belastenden Beschwerden gleichermaßen mit gefährlichen Krankheiten einhergehen. Dies zu beurteilen, erfordert die übergeordnete Fachkompetenz verschiedener internistischer Fachbereiche, die das Team im Krankenhaus bereitstellt.

So dient die stationäre Überwachung von Patienten in der Chest-Pain-Unit am St. Rochus-Hospital dazu, mögliche Herzerkrankungen zu entdecken. Oft handelt es sich bei Beklemmungen oder Brustbeschwerden aber gar nicht um einen befürchteten Herzinfarkt, sondern um Symptome, die aus ganz anderen Bereichen des Körpers ausstrahlen. Die Klinik für Innere Medizin am Castroper Krankenhaus verfügt über alle erforderlichen Verfahren, um Beschwerden einzugrenzen, richtig zuzuordnen und einer geeigneten Behandlung zuzuführen. „Das ist wichtig für Patienten mit bedrohlichen Herzerkrankungen“, sagt Chefarzt Dr. Christian Szymanksi. „Genauso wichtig ist es aber auch, Patienten ohne ernsthafte Herzerkrankung von der Angst vor dem Herzinfarkt zu entlasten.“

CA PD Dr. Klaus Schmidt

Navigierter Kniegelenksersatz für jeden

(06.06.2017) Navigation kann, wie jeder Autofahrer weiß, genau dann hilfreich sein, wenn man sich nicht blind darauf verlassen muss. Dasselbe gilt für computergestützte Verfahren, die den Einbau von Prothesen am Kniegelenk unterstützen. Im Kirchlinder Krankenhaus kommen deshalb Instrumente zum Einsatz, die den Orthopäden präzise informieren, ihm aber jederzeit die Freiheit lassen, die Ausrichtung der Prothese den besonderen Umständen im Einzelfall anzupassen.

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„Wir haben in einer wissenschaftlichen Erhebung den Erfolg unserer operativen Ergebnisse beim Einbau von Knieprothesen überprüft“, berichtet Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Klaus Schmidt vom EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung am Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Dabei konnten wir bestätigen, dass die Präzision der Ausrichtung unter Einsatz der von uns verwendeten Navigationstechnik tatsächlich verbessert wird. Deshalb haben wir die hohen Anschaffungskosten in Kauf genommen und in ein zweites Navigationssystem investiert. Wir können seit Jahresbeginn parallel in zwei benachbarten Operation-Sälen allen Patienten diese fortschrittliche Technologie zur Verfügung stellen.“

Dr. Schmidt weist in diesem Zusammenhang allerdings auch klar darauf hin, dass Präzision nicht alles ist. Damit ein Patient mit seiner Prothese zufrieden leben kann, kommt es darüber hinaus darauf an, bei der Planung und der Durchführung seine Gesamtkonstitution sowie das Zusammenspiel des Bewegungsapparates insgesamt angemessen zu berücksichtigen. „Wer zum Beispiel aufgrund lebenslanger schwerer körperlicher Arbeit zu O-Beinen neigt, bei dem haben sich auch Bänder und Sehnen seiner Lebenssituation angepasst. Wir würden dem Patienten keinen Gefallen tun“, so Dr. Schmidt, „wenn wir in diesem Fall das Gelenk den Vorgaben der Navigation folgend konsequent begradigen. Muskelzug, Sehnenstruktur und Bindegewebszustand sind ebenso wie Lebenssituation und Erwartungen des Patienten weitere Faktoren, die über die Präzision hinaus durch den erfahrenen Operateur in ein Gesamtkonzept eingebunden werden müssen.“

Im Unterschied zu älteren Navigationsverfahren bietet das am Kirchlinder Krankenhaus verwendete System weitere Vorteile. Es kann mit den herkömmlichen Ausrichtungsinstrumenten kombiniert werden, so dass weder zur Befestigung noch zur Vermessung zusätzliche Verletzungen des Knochenmaterials erforderlich sind. Die Operationszeit wird nicht wesentlich verlängert. D.h. im Vergleich zur nicht navigierten Vorgehensweise entstehen weder ein erhöhtes Narkose- noch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Chefarzt Dr. Schmidt und sein Team setzen im Jahr 650 Endoprothesen an den großen Gelenken von Hüfte, Knie, Schulter und Ellenbogen sowie am Sprunggelenk ein. Am Kirchlinder EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung werden sowohl primäre als auch Wechseloperationen durchgeführt. Das bedeutet, dass Kunstgelenkersatz auch bei höheren Schwierigkeitsgraden, bei stärkeren Deformitäten und Lockerungen von bereits vorhandenen Implantaten angeboten wird.

CA Dr. Hinrich Böhner

Ethische Fragen müssen beantwortet werden

(09.05.2017) Es gehört zum Alltag im Krankenhaus, dass in akuten Situationen schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. So kann es beispielsweise sein, dass ein Patient über Luftnot klagt und unverzüglich mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Patiententestament kann in einem solchen Fall zum Problem werden, wenn Angehörige oder Mitarbeiter Nichteinwilligungsfähigkeit unterstellen und eine Beendigung der Maßnahme fordern.

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„Die Einschätzung der Lage, in der sich ein Patient befindet, ist nicht immer einfach“, weiß Dr. Hinrich Böhner, der in der St. Lukas Gesellschaft für das Ethik-Komitee verantwortlich zeichnet. Das bei Bedarf zusammengerufene Gremium dient dazu, auseinandergehende Auffassungen über die angemessene Behandlung von Patienten zu klären. „Akute oder kritische Situationen werden von unterschiedlicher Beteiligten manchmal verschieden wahrgenommen. Dies kann zu Missverständnissen und Konflikten führen, die aufgelöst werden müssen, damit sich die Mitarbeiter mit ganzer Kraft gemeinsam für das Wohl des Patienten einsetzen können“, betont der Chefarzt vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West.

Das Ethik-Komitee der St. Lukas Gesellschaft setzt sich aus leitenden Angestellten aus den Bereichen Ärzteschaft, Pflege und Seelsorge zusammen. Es gibt feste Ansprechpartner, an die sich Mitarbeiter wenden können, wenn sie mit bestimmten Maßnahmen nicht einverstanden sind. Dann wird das Problem zu einer bestimmten Fragestellung konkretisiert und bei Bedarf innerhalb von 72 Stunden im Rahmen einer eigens einberufenen Fallbesprechung thematisiert. Zu dieser moderierten Besprechung werden alle Beteiligten eingeladen. Die Moderation übernehmen jeweils ein ärztliches und ein nicht-ärztliches Mitglied des Ethik-Komitees. Dabei wird dafür gesorgt, dass die Modertoren von einem anderen Standort kommen als der Antragsteller.

„Als konfessionell gebundene Einrichtung haben wir den Anspruch unsere Patienten nicht nur fachlich optimal zu versorgen, sondern wir wollen darüber hinaus ethisch-moralisch richtige Entscheidungen sicherstellen“, erklärt Dr. Böhner. „In sehr vielen Fällen geht es in erster Linie darum, alle Beteiligten auf denselben Informationsstand zu bringen.“ Im eingangs erwähnten Fall kann der Wunsch eines zu diesem Zeitpunkt äußerungsfähigen Patienten nach Symptomlinderung eine globale Formulierung in der Patientenverfügung außer Kraft setzen, ohne dass dies für alle Umstehenden gleichermaßen erkennbar wäre.

„Allein das Schließen von Wissenslücken kann viele Konflikte entschärfen. In jedem Fall dient das Gespräch dazu, sich auf die eigenen Wertansprüche zu fokussieren und umstrittene Entscheidungen zu hinterfragen. Nicht alle Probleme können gelöst werden, aber alle Probleme werden ernst genommen und besprochen“, sagt Dr. Böhner.

Zeigt her eure Füße!

(09.05.2017) Unter der Leitung von Dr. Uwe Klapper entsteht am St. Rochus-Hospital ein zertifiziertes Fußzentrum der Maximalversorgung. Der neue orthopädische Chefarzt gehört zu den Pionieren derartiger Einrichtungen und hat im Rahmen seiner vorherigen Stellung das vierte Fußzentrum der Maximalversorgung in Deutschland aufgebaut. Dort wurden im Jahr rund 500 Operationen an Fußgelenken durchgeführt. Für seine Aufgabe am St. Rochus-Hospital hat er ein Team aus drei erfahrenen Fußchirurgen mitgebracht, mit denen er seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet.

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Patienten, die zu Dr. Klapper kommen, leiden oft über Jahre unter schweren Beschwerden an den Füßen. „Neben den weit verbreiteten Fehlstellungen im Bereich der Zehen sind darunter häufig auch gravierende krankhafte Veränderungen am Rückfuß, die niemand hinnehmen muss, weil sie heutzutage in der Regel gut behandelt werden können,“ berichtet der Leiter des Fußzentrums am St. Rochus-Hospital.

„Leider neigen die Menschen dazu, nicht über ihre Fußprobleme zu reden“, weiß der Fußchirurg aus Erfahrung. „Sie verbergen ihre Füße und versuchen, sich mit allen nur denkbaren Hilfsmitteln provisorisch selbst zu helfen. Meist geschieht dies aus zwei völlig unbegründeten Vorurteilen. Zum einen glauben viele Betroffene, ihnen könne niemand helfen. Zum anderen befürchten sie, sofort operiert zu werden.“

Ursache von Fersen- und Fußgelenkschmerzen sind in vielen Fällen lang zurück liegende Verletzungen am Sprunggelenk, die nicht ausreichend untersucht und behandelt worden sind. Derartige Verletzungen bilden Schwachstellen, die auf Dauer Verschleißerscheinungen zeitigen können. Andere Patienten haben eine starke Neigung, mit dem Fuß umzuknicken. Dadurch können Sehnen, die an der Ferse entlang laufen, beschädigt werden und sich entzünden. Darüber hinaus gibt es Verengungen, die zu schmerzhaften Nervenreizungen führen, ähnlich wie beim Karpaltunnelsyndrom an der Hand.

Im spezialisierten Fußzentrum am St. Rochus-Hospital erhalten alle Patienten, die im ambulanten Bereich nicht erfolgreich behandelt werden können, eine ihrem Problem entsprechende, umfassende Diagnostik und eine individuelle Beratung über adäquate Therapie- und Versorgungsmöglichkeiten. Dabei ziehen erfahrene Fachärzte, ein qualifizierter Schuhmachermeister und spezialisierte Physiotherapeuten an einem Strang, um die beste Lösung für den Patienten zu finden. Operative Methoden stehen erst an, wenn andere Verfahren nicht mehr greifen.

Das Foto zeigt CA Dr. Thorsten Nitschke und CA Dr. Hinrich Böhner

Gefäßverkalkung

(24.04.2017) „Die Verkalkung der Blutgefäße ist eine Systemerkrankung, die viele Körperregionen in Mitleidenschaft zieht“, sagt der Kardiologe Chefarzt Dr. Thorsten Nitschke vom Kath. Krankenhaus Dortmund-West. „Die Gefahr liegt in den Risiken für gravierende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Beinverlust.“

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„Die weit vernetzten, in alle Körperregionen ziehenden Blutgefäße unterliegen genauso wie alle anderen Dinge dieser Welt Alterungsprozessen“, erläutert der Kirchlinder Gefäßchirurg Chefarzt Dr. Hinrich Böhner. „Das muss der Arzt im Blick haben, wenn Patienten mit Beschwerden kommen, die sich akut zunächst nur durch örtlich begrenzte Symptome bemerkbar machen.“

Am Kirchlinder Krankenhaus ziehen Chirurgen, kardiologische Internisten und Radiologen deshalb an einem Strang, wenn Patienten mit arteriosklerotischen Erkrankungen stationär versorgt werden müssen. Sie nehmen eine abgestimmte, auf das ganze Gefäßsystem bezogene Perspektive bei diagnostischen, therapeutischen und präventiven Maßnahmen ein. Dafür steht ihnen ein umfassendes Spektrum hochwertiger Diagnose- und Behandlungsmethoden inklusive spezieller Ultraschallverfahren, Computertomographie und Kernspintomographie zur Verfügung.

Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass ein Kardiologe schon durch eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader einen deutlichen Hinweis erhalten kann, dass ein Herzleiden durch eine Verkalkung der Herzkranzgefäße ausgelöst sein könnte. Wird eine hochgradige Einengung der Halsschlagader festgestellt, kommt der Gefäßchirurg zum Zug, der die betroffene Arterie bei Bedarf sanieren und so einen drohenden Schlaganfall abwenden kann.

Wenn andererseits Patienten zum Beispiel unter schmerzhaften Durchblutungsstörungen in den Beinen leiden, werden sie nicht nur dort gefäßchirurgisch versorgt, sondern erhalten darüber hinaus Empfehlungen, die ein weiteres Fortschreiten der Gefäßverkalkung verhindern sollen. Solche Maßnahmen haben einen allgemeinen gefäßprotektiven Effekt, der die Betroffenen zugleich präventiv vor erhöhten Risiken für Herzinfarkt oder Schlaganfall schützt.

„Wir therapieren im Kath. Krankenhaus Dortmund-West in dem gemeinsamen Verständnis für die Tatsache, dass ein Patient mit Arterienverkalkung trotz lokal beschränkter Beschwerden unter einer den ganzen Körper betreffenden Erkrankung leidet“, betonen die Chefärzte. „Dabei arbeiten wir nie nur symptomorientiert, sondern darüber hinaus immer auch in präventive Absicht, um dem Patienten absehbare Folgeerkrankungen möglichst zu ersparen.“

Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer und Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Andrej Ring beim 17. Castroper Mamma-Meeting. Es darf im Zusammenhang mit diesser Pressemeldung frei verwendet werden.

Gynäkologische Krebsbehandlungen: Unvermeidliche Therapiefolgen müssen nicht hingenommen werden!

(11.04.2017) Trotz aller Erleichterung leiden Frauen nach einer überstandenen Krebsbehandlung oft an unvermeidlichen Therapiefolgen. Zu den häufigen Beschwerden gehören geschwollene Arme oder Beine sowie Asymmetrien der Brüste. Durch die enge Kooperation von Gynäkologen und Plastischen Chirurgen kann das St. Rochus-Hospital krebserkrankten Frauen im nahtlosen Anschluss an die Heilbehandlung korrigierende Therapien anbieten, mit denen auch diese Beschwerden überwunden werden können.

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„Probleme mit Lymphödemen in der Folge einer Brustkrebserkrankung sind zwar rückläufig, weil wir in unserem Brustzentrum mit dem sogenannten Wächterlymphknoten-Verfahren in vielen Fällen deutlich weniger radikal operieren können als früher“, erklärt der Frauenarzt Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer. „Trotzdem gibt es nach wie vor fortgeschrittene Erkrankungen, bei denen eine größere Zahl von Lymphknoten entfernt werden muss. Bei Formen von Unterleibkrebs wie Gebärmutter-, Eierstock- oder Endometriumkarzinomen kommt das noch viel häufiger vor. Anschließende Chemo- oder Strahlentherapien geben zwar eine größere Sicherheit vor Rückfällen der Krebserkrankung, beeinträchtigen aber die Problematik der gestörten Lymphsituation zusätzlich. Nicht selten müssen Frauen dann in der Folge der Krebsbehandlung mit Schwierigkeiten beim Lymphabfluss in Armen oder Beinen leben.“

„Lymphgefäße sind sehr klein und schwierig zu rekonstruieren“, erläutert der Plastische Chirurg Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring. „Wir verfügen am St. Rochus-Hospital über eine hervorragende Ausstattung mit hochauflösenden Mikroskopen, die es uns erlauben, supermikrochirurgische Verfahren anzubieten. Sehr bewährt hat sich vor allem die Verpflanzung von Lymphknoten aus anderen Körperregionen. Wir können zum Beispiel entbehrliche Lymphknoten aus dem Dünndarm in die Achselhöhle oder die Leistenregion transplantieren, wo sie unter günstigen Bedingungen anwachsen und ein neues Lymphgeflecht ausbilden können. Wenn die Lymphflüssigkeit wieder abfließen kann, gehen die Schwellungen der Gliedmaßen wieder zurück.“

PD Dr. Ring berichtet darüber hinaus, dass er solche Lymphknoten-Transplantationen inzwischen in bestimmten Fällen auch in Kombination mit der Brustrekonstruktion durchführt. So kann eine operationsbedingte Asymmetrie der beiden Brüste in einem Zug mit der Verbesserung der Lymphabflusssituation behoben werden. Der Chefarzt der Plastischen Chirurgie hat seine Möglichkeiten zur Nachbehandlung von krebserkrankten Frauen Ende März auf dem 17. Castroper Mamma-Meeting den teilnehmenden niedergelassenen Ärzten vorgestellt. Betroffene Frauen sollten sich von ihrem Frauenarzt beraten lassen.

OA Dr. Thorsten König, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Konservative Versorgung von akuten und chronischen Rückenpatienten

(20.03.2017) Der Orthopäde und Schmerztherapeut Oberarzt Dr. Thorsten König hat als Bereichsleiter die Verantwortung für die konservative Therapie von Patienten mit akuten und chronischen Rückenschmerzen am Kirchlinder Krankenhaus übernommen. Er begleitet Patienten im Rahmen einer Kurzzeitintervention oder einer multimodalen Schmerztherapie von der Vorbesprechung bis zur Entlassung aus der stationären Behandlung.

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Die stationäre Schmerztherapie ist für Patienten vorgesehen, die nach ausgereizter ambulanter Behandlung weiterhin unter anhaltenden Rückenschmerzen leiden. Angeboten wird ein kurzstationärer Aufenthalt, bei dem die Patienten über fünf Werktage mit rückenmarksnahen und wirbelsäulennahen Infiltrationen, Rückenschule, Bewegungsbädern und Entspannungsverfahren sowie einer Strategie für den kompetenten Umgang mit dem eigenen Schmerz versorgt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer längerfristigen multimodalen Schmerztherapie, in deren Rahmen ein Team aus Orthopädie, Schmerztherapie, Physiotherapie und Psychologie unter Berücksichtigung physiologischer, psychologischer und sozialer Aspekte gemeinsam versucht, geeignete Strategien zur Verminderung und Bewältigung des Schmerzerlebens zu finden.

„Das Ziel einer Behandlung von chronischen Erkrankungen kann nicht Heilung sein, sehr wohl aber Linderung und eine verbesserte Kompetenz im Umgang mit den Beschwerden“, erläutert der Oberarzt. „Wir haben mit unseren Konzepten gute Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt deshalb, weil die Patienten mit den Informationen, die sie erhalten, ihre Schmerzproblematik besser verstehen und weil sie von uns Konzepte an die Hand bekommen, wie sie auch nach dem stationären Aufenthalt weiter zurecht kommen können.“

Dr. König arbeitet seit acht Jahren in der Kirchlinder Klinik. Er hat sich von Anfang an mit der konservativen Orthopädie und Schmerztherapie befasst und sie im Verlauf der letzten zwei Jahre zu einem bewährten Schwerpunkt der Klinik weiterentwickelt. Er bietet eine Schmerz-Sprechstunde an, in der betroffene Patienten vorgestellt werden können.

Das Foto zeigt Chefarzt PD Dr. Andrej Ring.

Patienteninfotag im Lensing Carrée: Chirurgische Behandlung von Lymphödemen

(10.03.2017) Die Kath. St. Lukas Gesellschaft informiert gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Lymphödemtherapie am 18.03.2017 im Lensing-Carrée in der Dortmunder Innenstadt über chirurgische Möglichkeiten der Behandlung von Patientinnen, die meist in Folge einer Krebstherapie unter Lymphödemen leiden.

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Im Zuge der Etablierung der neuen Klinik für Plastische Chirurgie hat Chefarzt Privatdozent Dr. Andrej Ring den bundesweit ersten Arbeitskreis für rekonstruktive Lymphchirurgie und Supermikrochirurgie initiiert, dessen Ziel die Verbreitung und Durchsetzung neuer chirurgischer Verfahren zur Wiederherstellung eines funktionierenden Lymphabflusses aus krankhaft angeschwollenen Gliedmaßen ist.

„Es gibt viele Patientinnen, bei denen im Zuge einer radikalen Tumortherapie Lymphknoten aus der Achselhöhle oder der Leistengegend entfernt werden müssen“, erklärt PD Dr. Ring. „Diese notwendigen Eingriffe können als unerwünschten Nebeneffekt eine Lymphabflussstörung nach sich ziehen, die den betroffenen Frauen zum Teil erhebliche Beschwerden bereitet. Ergänzend zur Kompressionstherapie und der Lymphdrainage können wir diesen Patientinnen heute Verfahren zur Wiederherstellung des Lymphabflusses über das Gefäßsystem sowie die Transplantation von Lymphknoten aus anderen Regionen des Körpers anbieten.“

Neben Lymphödemen können auch sogenannte Lipödeme zum Anschwellen von Gliedmaßen führen. Dabei handelt es sich um nicht durch Diät beeinflussbare Fettverteilungsstörungen, die leider von den Krankenkassen noch nicht als Krankheit anerkannt werden. Trotzdem ist eine Behandlung möglich. Durch das Absaugen des krankhaft veränderten Fettgewebes kann betroffenen Frauen eine deutliche Linderung verschafft werden.

„In Deutschland leiden mindestens zwei Millionen Menschen unter chronischen Lymphödemen, die Zahl der an einem Lipödem Erkrankten dürfte weit höher liegen. Trotz ihrer Verbreitung werden diese Erkrankungen in unserem Gesundheitssystem nach wie vor wie Stiefkinder behandelt“, sagt Dr. Ring. Dass dies nicht so sein muss, darüber soll der Infotag im Lensing-Carrée Betroffene, Physiotherapeuten und interessierte Ärzte in Kenntnis setzen.