Unser Leitbild

Einleitung

Die Katholische Krankenhausgemeinschaft Castrop/Dortmund-West gem. GmbH ist eine gemeinsame Einrichtung der beiden katholischen Kirchengemeinden St. Lambertus, Castrop und St. Josef, Dortmund-Kirchlinde. Sie ist Träger zweier selbständiger Krankenhäuser:

Katholisches Krankenhaus Dortmund-West
St. Rochus-Hospital Castrop-Rauxel


Der Grund für den Zusammenschluss ist die Aufrechterhaltung der ortsnahen Versorgung der Patienten aus dem Selbstverständnis des christlichen Menschenbildes heraus, durch das Betreiben zweier selbständiger Krankenhäuser an den Standorten Castrop-Rauxel und Dortmund-Kirchlinde.

 

Leitbild

Unsere Krankenhäuser sind Dienstleistungsunternehmen mit dem Ziel, Leistungen zu erbringen, die dem Erkennen, Heilen und Lindern von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden dienen, Geburtshilfe zu leisten und würdiges Sterben zu ermöglichen.
Das folgende Leitbild erläutert unser Selbstverständnis und die Grundsätze unseres Handelns.
Es sind Aufgaben formuliert, die Verwaltungsratsmitglieder, Geschäftsführer, Betriebsleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen müssen. Die Entwicklungen im Gesundheitswesen bedeuten auch für die Krankenhäuser, dass immer mehr Arbeit in immer kürzerer Zeit mit weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bewältigen ist. In dieser Situation, die für viele Veränderungen und Verunsicherungen bringt, sagen wir, was uns wichtig ist, damit wir das nicht aus den Augen verlieren.


Die formulierten Aufgaben können nur durch gemeinsame Anstrengungen aller verwirklicht werden. Die Aufgaben sind dabei auf die einzelnen Arbeitsgebiete hin zu konkretisieren und Maßnahmen zur Umsetzung zu ergreifen.


Es ist die dienstliche Aufgabe aller, dieses Leitbild zu verwirklichen.


Besonders leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Vorbildfunktion und tragen damit hohe Verantwortung für das Leitbild.

Das christliche Verständnis unserer Krankenhäuser

Die Christlichkeit unserer Krankenhäuser verstehen wir als eine Verpflichtung. Dieser Anspruch betrifft Träger, Leitungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen.

  • Sie drückt sich insbesondere dadurch aus, dass bei uns die Sorge um den ganzen Menschen wesentlich ist. An der Wahrnehmung dieser Sorge arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung.
  • Selbstverständlich ist für uns das Angebot seelsorgerischer und sakramentaler Begleitung der Patienten.
  • Unsere Christlichkeit zeigt sich auch in der Begleitung und Betreuung Sterbender. Hier ist es unser Ziel, dass die Patienten in ihrer letzten Lebensphase möglichst schmerzfrei sind und in ihren Ängsten Hilfe und Unterstützung erfahren. Zudem gewährleisten wir den sterbenden Menschen und den ihnen Nahestehenden Räume für Begleitung und Abschied.
  • Die Christlichkeit unserer Häuser zeigt sich zudem in gestalterischen Elementen und Symbolen, wie z.B. der Kapelle, dem Meditationsraum und der Kreuze. Religiöse Feiern (Gottesdienste, Patronatsfeste) gehören zu unseren Krankenhäusern.


Entscheidend für die glaubwürdige Realisierung unseres Anspruches sind aber nicht nur diese Einzelelemente, sondern ganz wesentlich die Art und Weise, wie wir mit den Patienten und miteinander umgehen.


Im konkreten Tun und im öffentlichen Bekenntnis entscheidet sich die Frage der Christlichkeit.

Unser Menschenbild

Unser Menschenbild beschreibt, wie wir den Menschen sehen.


Diese Beschreibung gilt für jeden einzelnen; ob Patient, Angehöriger oder Mitarbeiter.


Die folgenden Gedanken sind die Basis unserer Arbeit:


Jeder einzelne Mensch ist Schöpfung und Ebenbild Gottes und einmalig. Er ist mit Würde ausgestattet. Diese Würde umfasst das ganze Leben und das Sterben und bleibt auch über den Tod hinaus erhalten. Sie ist unantastbar.


Das Leben entspricht nach christlichem Verständnis nicht nur der Zeitspanne von Befruchtung bis zum Tod, sondern greift darüber hinaus.


Der Tod ist nicht das absolute Ende.


Für sich und sein Leben trägt der Mensch Verantwortung. Er hat innerhalb bestehender Grenzen Entscheidungsfreiheit für sein Handeln.
Nur in krankheitsbedingten Ausnahmefällen ist diese Entscheidungsfreiheit eingeschränkt.


Wir sind als Menschen nicht vollkommen, sondern haben Stärken sowie Fehler und Schwächen. Gemäß christlichem Glauben wissen wir uns in unserer Unvollkommenheit von Gott angenommen. Diese begründet und ermöglicht, dass wir uns gegenseitig mit unseren Stärken und Schwächen als Person respektieren und annehmen.


Als soziales Wesen braucht der Mensch Kommunikation und soziale Kontakte. Daher ist es wichtig, dass seine Meinung gehört und beachtet wird.

Stellenwert des Patienten und der Angehörigen

Der Patient ist Mitte unserer Arbeit und unseres Handelns im Krankenhaus.


Dazu bieten wir unseren Patienten eine individuelle, umfassende sowie geplante Behandlung und Versorgung in Form ärztlicher Behandlung, ganzheitlicher Pflege, sozialer Fürsorge, seelsorglicher Hilfe und menschlichen Trost.


Wir sehen in unseren Patienten und deren Angehörigen verantwortungsbewusste und aufgeschlossene Menschen.


Wir gewährleisten die Entscheidungsfreiheit der Patienten, indem wir sie angemessen über das Krankheitsbild, dessen Diagnostik und Therapie inkl. möglicher Alternativen sowie die Vorbeugung weiterer Erkrankungen aufklären.


Wir sorgen für patientenorientierte Abläufe wozu kurze Wartezeiten, Diskretion bei Untersuchungen, geregelte Ruhe- und flexible Besuchszeiten gehören.


Weitgehend berücksichtigen wir individuelle Bedürfnisse unserer Patienten und deren Angehörigen.


Wo es möglich, sinnvoll und erwünscht ist, beziehen wir die Angehörigen in die Betreuung des Patienten mit ein.


Wir lassen die Angehörigen in ihrer Sorge um die Patienten nicht allein. Wir bieten ihnen Hilfestellung durch Gespräche, Informationen und Beratung an.
Wir wünschen uns, dass sich die Patienten aktiv an ihrem Gesundungsprozess beteiligen.


Wir ermöglichen die Teilnahme an Maßnahmen zur Gesundheitsprophylaxe, an Veranstaltungen zu religiösen und kulturellen Themen.

Grundsätze zum Umgang miteinander

Die Identifikation mit dem Krankenhaus und unserer Arbeit ist selbstverständlich für uns. Jeder Mitarbeiter ist an seinem Platz wichtig und für die gemeinsame Aufgabe unentbehrlich.


Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich durch Idealismus und Einsatzbereitschaft auszeichnet.
Daraus ergibt sich, dass wir mitdenken und auch Verantwortung übernehmen.


Wo Menschen zusammenarbeiten entstehen Konflikte.


Zur Konfliktvermeidung und –bewältigung gehört für uns ein ehrlicher, offener und respektvoller Umgang miteinander.
Wir sind offen für berechtigte Kritik und sind bereit, uns unseren Fehlern zu stellen und diese zu beseitigen.


Um motiviert unserer Arbeit nachkommen zu können, benötigen wir Lob und Anerkennung und geben dies auch weiter.
Wir wollen alle als Team partnerschaftlich, vertrauensvoll und fair zusammenarbeiten mit der Verpflichtung zur gegenseitigen Information.
Darüber hinaus sollen unsere Umgangsformen durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt sein.


Verlässlichkeit und Pünktlichkeit sind Basis für jegliche Zusammenarbeit.


Für uns sollen Menschlichkeit, Nächstenliebe, Vertrauen und Loyalität selbstverständlich sein.


Die Katholische Krankenhausgemeinschaft Castrop/Dortmund-West gem. GmbH als Träger der Krankenhäuser fühlt sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besonderer Fürsorge verpflichtet.


Die Führungsgrundsätze für katholische Krankenhäuser im Erzbistum Paderborn, die Leitlinien für unseren Umgang mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter formulieren, sind ein Ausdruck dieser Fürsorge.

Qualität

Als moderne Krankenhäuser betreiben wir Qualitätsmanagement, um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten.
Dies bedeutet, dass wir durch regelmäßige Kontrollen unsere Ziele, die Arbeitsabläufe und Leistungsergebnisse überprüfen, sowie an deren Verbesserung arbeiten.


Außerdem nehmen wir an externen Maßnahmen zur Qualitätssicherung teil.


Die Ausbildung und Qualifikation sowie die Förderung aller Mitarbeiter nimmt eine zentrale Stellung in unserem Qualitätsmanagement ein.


Konkret bedeutet dies, dass

  • für jeden Arbeitsplatz Mitarbeiter und Führungskräfte den Anforderungen entsprechend qualifiziert sind
  • das Wissen der Mitarbeiter und Führungskräfte immer auf dem neuesten Stand gehalten wird
  • die Mitarbeiter und Führungskräfte auf zukünftige Aufgaben vorbereitet werden


Die Qualität unserer Krankenhäuser drückt sich auch in der Wirtschaftlichkeit aus. Das bedeutet, dass wir mit gegebenen Mitteln (Budget) das Bestmögliche für unsere Patientinnen und Patienten sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen.
Dieses erfordert den verantwortlichen Umgang mit personellen und finanziellen Ressourcen (Personal und Sachmittel).


Um unsere Umwelt zu schonen, gehen wir mit den Materialien, die wir verbrauchen sorgsam um. Wir bevorzugen den Einsatz wiederverwertbarer Produkte, wo möglich und sinnvoll.
Beim Einkauf beziehen wir Umweltaspekte in die Entscheidung mit ein.

Interne Kooperation

Die Ziele der Katholische Krankenhausgemeinschaft Castrop/Dortmund-West gem. GmbH können nur erreicht werden, wenn die Synergien auf Trägerebene genutzt werden. Intern wollen wir z.B. kooperieren durch

  • gegenseitige ausführliche Informationen
  • einheitliches Auftreten nach außen
  • gemeinsames Personalmanagement und Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • gemeinsame Arbeitsbereiche
  • ein abgestimmtes medizinisches Leistungsspektrum
  • intensive Konsiliartätigkeiten zum Vorteil unserer Patienten sowie
  • gemeinsame Angebote an die Bevölkerung

Externe Kooperation

Im Interesse unserer Patienten pflegen wir intensive Kontakte zu allen an der Gesundheitsfürsorge beteiligten Gruppen wie z.B.

  • niedergelassene Ärzte
  • andere Krankenhäuser
  • ambulante Pflegedienste
  • Altenheime
  • Reha-Kliniken und
  • Krankenkassen


Wir beziehen unsere Partner frühzeitig in die Planung der poststationären Behandlung und Betreuung ein. Wir nutzen die fachlichen Möglichkeiten unserer Partner und deren Sachverstand. Besonders wichtig ist uns die wechselseitige Information zum Wohle des Patienten.

Öffentlichkeitsarbeit

Als Einrichtung des Gesundheitswesens steht die Katholische Krankenhausgemeinschaft Castrop/Dortmund-West gem. GmbH im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Sie fühlt sich daher der Öffentlichkeit gegenüber zur Information verpflichtet.

Sie informiert über die Leistungen der Häuser, den medizinischen Fortschritt, Gesundheitsförderung, Vorbeugung und Pflege und bietet entsprechende Veranstaltungen an.